Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

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Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon Gast » Di, 09.02.2010 04:26

Wie, denkt ihr, sieht die Zukunft von OpenOffice nach der Übernahme von Sun durch Oracle aus?
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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon bingo » Mi, 17.02.2010 14:48

Sie sieht so aus wie vorher. Unvorhersehbar.
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OpenOffice.org Zeitbombe

Beitragvon bingo » Fr, 26.02.2010 15:28

Die Zukunft von OpenOffice.org ist nach wie vor ungewiss.
Warum? Mögliche Antworten:
* weil das Projekt von einer Einzigen Firma abhängig ist (Zeitbombe!).
* weil Oracle alleiniger Rechteinhaber ist.
* weil das Projekt für die Open Source Community schlecht lizenziert ist (Urheberrechtabgabe, PDL, LGPL, etc.).

Software Improvement Group hat geschrieben:Es bestehe die Gefahr, dass Oracle Programmierer von dem Projekt abzieht und damit die Qualität des OpenOffice.org-Codes leide.

Quelle: http://www.computerworld.ch/aktuell/news/50255/

P. Küng hat geschrieben:Doch andererseits hege ich Bedenken und teile diese mit Mitgliedern der FOSS, dass dies wie eine Zeitbombe nur eine Frage der Zeit ist, bis Oracle von einem Tag auf den anderen aus womöglich fadenscheinigen Gründen OO.o die GPL Lizenz entziehen und dies somit für die breite Bevölkerung nicht mehr nutzbar machen, oder falls doch nur in einer abgespeckten womöglich unbrauchbaren Version.

Quelle: http://philippkueng.ch/post/Oracle-Sun- ... ceorg.aspx

Wäre OpenOffice.org und Dokumentationsseiten wie Wikis nicht doch besser für die OSS-Community lizenziert und in einer Software-Stiftung?
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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon Constructus » Fr, 26.02.2010 20:13

<<Wäre OpenOffice.org und Dokumentationsseiten wie Wikis nicht doch besser für die OSS-Community lizenziert und in einer Software-Stiftung?>>


Hallo bingo,

Du weißt ja wohl, das die Frage hier rhetorisch sein muß?
Ich bin im Moment bei anderen Themen außerhalb OO ein wenig mehr als beschäftigt, deshalb hab ich wenig Zeit zur Recherche; aber wie steht es beispielsweise mit Auskoppelungen wie goOO? Hätte Oracle da auch Rechte dran oder könnte da noch etwas verhindern?
Wie sieht das überhaupt aus, wenn bei noch freier Lizenz (...) solche Auskoppelungen erfolgt sind? Eine freie Linzenz kann doch wohl nicht rückwirkend entzogen werden? Eigentlich gehört das ja in Deine anderen Threads zu Lizenzproblemen...?
<<Es bestehe die Gefahr, dass Oracle Programmierer von dem Projekt abzieht und damit die Qualität des OpenOffice.org-Codes leide.>>

Nun ja, kommt das noch, oder war das schon? Bereits vor dem bekannt gewordenen Eintritt von Oracle hat es - auch hier im Forum - bereits Befürchtungen gegeben, daß von Sun schon Entwickler vom Projekt abgezogen wurden. Auch wenn's wie Blasphemie klingt - OO war wohl schon mal wesentlich sorgfältiger durchgearbeitet. (S. ältere Diskussionen hier im Forum)

Schönes Wochenende

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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon Stephan » Fr, 26.02.2010 22:37

Die Zukunft von OpenOffice.org ist nach wie vor ungewiss.


Nicht mehr oder weniger als bei anderer Software

* weil das Projekt von einer Einzigen Firma abhängig ist (Zeitbombe!).


Keine Zeitbombe sondern ein latentes Problem.

* weil Oracle alleiniger Rechteinhaber ist.


Nein. Oracle/Sun hält allein lediglich Urheberrechte, die Nutzungsrechte liegen frei für jederman.

* weil das Projekt für die Open Source Community schlecht lizenziert ist (Urheberrechtabgabe, PDL, LGPL, etc.).


Nein.

Es bestehe die Gefahr, dass Oracle Programmierer von dem Projekt abzieht und damit die Qualität des OpenOffice.org-Codes leide.


Natürlich besteht diese Gefahr, aber die besteht bei jedem Projekt.
Tiefgreifende Probleme sind aber nicht zu erwarten da OOo stark im Markt verankert ist und andere Beteiligte nicht stillschweigend zusehen würden.

bis Oracle von einem Tag auf den anderen aus womöglich fadenscheinigen Gründen OO.o die GPL Lizenz entziehen und dies somit für die breite Bevölkerung nicht mehr nutzbar machen,


die einmal erteilte Lizenz (übrigens LGPL und nicht GPL) ist für nicht bestehenden Code nicht zurückziehbar

Wäre OpenOffice.org und Dokumentationsseiten wie Wikis nicht doch besser für die OSS-Community lizenziert und in einer Software-Stiftung?


Würdest Du Dich mehr konkret informieren wüßtest Du das das schon vor Jahren ausgiebig diskutiert wurde und wüßtest warum entsprechende Bestrebungen derzeitig auf Eis liegen. Da müssen sie aber nicht bleiben, nur die ZUkunft wird jedoch erweisen was konkret geschieht.


aber wie steht es beispielsweise mit Auskoppelungen wie goOO? Hätte Oracle da auch Rechte dran oder könnte da noch etwas verhindern?


Nein, natürlich hat Oracle darauf keinen Einfluss, der einmal freigegebene Code kann von jederman, im Rahmen der geltenden Lizenz, genutzt werden.
Sun (bzw. Oracle) haben lediglich als Urheber das Recht für Duallizensierungen schon bestehenden Codes oder zukünftige Lizenzänderungen. Davon wurde aber auch bereits in der Vergangenheit Gebrauch gemacht indem z.B. die SISSL als zweite Lizenz für OOo aufgegeben und die Lizensierung von LGPL 2.1 auf LGPL 3 aktualisiert wurde.

Eine freie Linzenz kann doch wohl nicht rückwirkend entzogen werden?


Nein, natürlich nicht.


Gruß
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Latentes Problem

Beitragvon bingo » So, 28.02.2010 22:00

Und warum wird das latente Problem nicht gelöst?
Wer gibt dir die Garantie, dass Oracle den LGPL Code von OpenOffice NICHT so baut, dass eine proprietäre Software in neueren Versionen nötig ist? Genau das erlaubt ja LGPL, GPL aber nicht.
bingo
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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon Stephan » Mo, 01.03.2010 01:02

Und warum wird das latente Problem nicht gelöst?


Eine Gründung und Ausstattung einer Stiftung würde erhebliche Mittel verschlingen und die sind derzeitig schlicht nicht vorhanden und müßten von den Mitteln die unmittelbar in die Entwicklung fliessen abgezwackt werden was letztlich keiner will. Auch sind nicht alle von dem Modell einer stiftung überzeugt.
Das Ganze ist also in Summe insgesamt nur eine pragmatische Abwägung, denn die Meinungen Einzelner sind natürlich auch verschieden und reichen von der Präferenz zur baldigen Gründung einer Stiftung (das fände z.B. ich gut) über die zukünftge Gründung einer Stiftung sobald es die Situation erfordert bis zu garkeine Stiftung.

Für die Zukunft ist dadurch nichts ausgeschlossen, denn Ansichten können sich ändern und Diskussionen können unter neuen Bedingungen zu neuen Ergebnissen führen.


Wer gibt dir die Garantie, dass Oracle den LGPL Code von OpenOffice NICHT so baut, dass eine proprietäre Software in neueren Versionen nötig ist?


Wär gäbe Dir denn bei GPL die Garantie das Sun nicht plötzlich zusätzlich unter LGPL zweitlizensiert? (als Urheber könnte Sun das ja)

Im Übrigen:
Erstens ist OOo kein Monolith, und nicht unabdingbar abhängig von Sun. Gerade die inzwischen große Marktbedeutung von OOo ist hier ein wesentlicher Punkt.
Zweitens hätte Sun nichts davon, properitäre Teile gegen den Willen der Community, einzubauen.
Drittens war OOo bereits in der Vergangenheit von properitärer Software abhängig (wenn man es denn so nennen will), denn OOo ist für volle Funktion z.B. auf Java angewiesen, was ja erst seit Kürzerem frei gegeben wurde (ich weiß nicht einmal ob zum jetzigen Zeitpunkt bereits vollständig).


Nimms mir nicht übel, aber:
Du versuchst hier in 3 Threads die Made im Apfel zu finden und tust das auf völlig theoretischer Ebene ohne jegliche Einsicht in reale Gegebenheiten ohne wirkliches Wissen über das Projekt OOo.
Glaubst Du wirklich das sich irgendjemand darum schert das Du Dich nur dann herablässt irgendwelche Doku zu übersetzen wenn Dir die Lizenz genehm ist? Glaubst Du wirklich das das OOo-Projekt von den Inhalten des Wikis insgesamt abhängig ist in dem Maße wie Du versuchst es herbeizureden?
Glaubst Du ernsthaft an DEine Theorien wie IBM zu der FRage steht das OOo unter LGPL steht?
Hast Du wirklich so wenig Einsicht in reale Gegebenheiten das Du immer wieder versuchst anzudeuten der einzige Zweck der Aktivitäten von Sun/Oracle sei es nur auf den günstigen Moment zu warten um allen Beteiligten in den Rücken zu fallen? Hier ginge es dann übrigens nicht nur um ein paar ausgeflippte Studenten mit denen sich Sun anlegen würde.


Deine Meinung macht Dir niemand streitig, Dein Recht Dich NICHT bei OOo zu beteiligen ebenfalls nicht, über den Rest mußt du Dir selbst klar werden.


Die Leute die seit Jahren als ehrenamtliche Freiwillige mitmachen sind jedenfalls keine gleichgeschalteten Sun-gesteuerten Dummköpfe und auch nicht so ignorant zu behaupten das alles nur weiß wäre.
Aber sie bringen seit Jahren OOo voran, sowohl in als auch außerhalb des Projekts, weil sie wissen das geht nur in harter Arbeit und nicht in einer Diskussion der Art: solange uns nicht jedes Komma passt denken wir erst garnicht daran etwas zu tun.

Ich habe bei OOo viel erlebt, gutes und manchmal weniger Gutes, ich habe z.B. erlebt wie Freiwillige bis aufs Messer über banale Themen streiten können wie: 'Machen wir unser Plakat blau oder grün' - nur Eines habe ich in 5 Jahren Projektarbeit nicht erlebt, das Sun auch nur ansatzweise so denkt wie Du glaubst es hier seit Tagen andeuten zu müssen.
Wobei ich fast sicher bin das Deine Vermutung lautet das ich das jetzt nur sage weil ich von Sun dazu genötigt wurde ...

Ich habe Dich auf Informationsmöglichkeiten, im und außerhalb des Projekts, hingewiesen, ich habe Dir angeboten Dir ggf. persönlich behilflich zu sein (bezgl. IBM), ich habe Deine FRagen geduldig beantwortet soweit mir das wissensmäßig möglich war, mir scheint es ist nun an Dir:
*arbeite bei OOo mit oder arbeite nicht bei OOo mit
*starte eine Anti-Sun bzw. Anti-Oracle-Kampagne oder lass es sein
*tue irgendwas sonst



Gruß
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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon bango » Di, 02.03.2010 09:33

Weil die Community zu klein ist, da z.B OpenOffice wegen der LGPL nicht attraktiv ist, Oracle alles diktiert etc. Wie war das noch mal "einmal erteilte Lizenz kann nicht zurückgezogen werden".
Wer gibt dir die Garantie, dass jemand den GPL Code einer Software NICHT so baut, dass eine proprietäre Software in neueren Versionen nötig ist? So ziemlich jeder, ergo LGPL Software ist ein Risiko. Langweilige Diskussion, Zeitverschwendung. Tschüüss!
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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon Stephan » Di, 02.03.2010 22:03

ergo LGPL Software ist ein Risiko.


Einfach mal informieren statt Unsinn zu behaupten.

Es gab und gibt vielfache Kritik an Sun/Oracle bzgl. seines Einflusses auf OpenOffice.org. Du jedoch bist (nahezu) der Einzige der diese an der LGPL-Lizenz festmacht alle anderen beziehen sich sinniger Weise auf das JCA/SCA.
Letztere Kritik (also die am JCA/SCA) rückt zwar Sun/Oracle zwar auch in eine Ecke die sie nicht (zwangsläufig) verdient haben, allerdings hat die Kritik prinzipiell zunächst belegbare Substanz.
Die Kritik an der LGPL entbehrt hingegen (in einer Situation wo Sun/Oracle über Urheberrechte verfügt) jeder Substanz, denn die LGPL wäre theoretisch höchstens von Dritten ausnutzbar, für Sun/Oracle ist es sinnfrei.

Langweilige Diskussion


fand ich persönlich nicht

Zeitverschwendung


Tja, das ist es tatsächlich wenn man meint das durch Gerede etwas besser wird. Wenn man will das etwas besser wird, muß man versuchen das schlechte erscheinende zu ändern, innerhalb oder außerhalb des Projekts, mit konventionellen Vorgehen oder mit unkonventionellen Ansätzen.
Es gibt auch solche Änsätze bereits, und es darf sie geben, denn Kritik an OOo und sich von der Kritik ableitendem Handeln gehören für mich dazu für ein so großes und buntes Projekt wie OOo.

Ausdrücklich hat also jeder meiner Respekt der aktiv etwas tut was ihm richtig erscheint, selbst dann wenn es dem widerspricht was ich für richtig halte - aktiv für Veränderungen eintreten ist aber Selbiges und nicht durch bloßes Rumgerede zu ersetzen.



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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon jojoax » So, 25.04.2010 07:58

Neue Inormation?

Ich war bass erstaunt, daß im Ubuntu 10.04 RC/Release ein OpenOffice mit drin ist, wo man den LGPL Hinweis in der About Box vergeblich sucht.

Aua. Ist das der Weg ?

Speziell macht mit das "alle Rechte vorbehalten" Bauchschmerzen.
Sehr Große sogar.

Schönen Sonntag
Jojo
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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon Stephan » So, 25.04.2010 09:36

Ich war bass erstaunt, daß im Ubuntu 10.04 RC/Release ein OpenOffice mit drin ist, wo man den LGPL Hinweis in der About Box vergeblich sucht.


Zumindest in den Windows-Versionen ist das schon seit langer Zeit so und hat nichts mit der Übernahme von Sun durch Oracle zu tun.

about.gif
about.gif (16.4 KiB) 751-mal betrachtet



Speziell macht mit das "alle Rechte vorbehalten" Bauchschmerzen.
Sehr Große sogar.


Danach solltest Du dann UBUNTU fragen, denn warum UBUNTU sich alle Rechte an einer Software vorbehalten sollte, die auf einer Distribution von OOo (go-oo http://www.go-oo.org) beruht, auf die UBUNTU bestenfalls alle Nutzungsrechte besitzt kann ich Dir sachlich auch nicht sagen.

OOo wird jedenfalls weiter unter LGPL veröffentlich, womit ein 'alle Rechte vorbehalten', nicht dem Sachstand entspricht, denn den Teil der Rechte den die LGPL garantiert behält sich ja der Urheber (Sun/Oracle) garade nicht vor, sondern überträgt sie an die Allgemeinheit.


Gruß
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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon Constructus » So, 15.08.2010 23:30

Hallo zusammen,

ganz zufällig erschien bei einer ganz anderen Recherche dieser ziemlich frische Artikel:

Datum: 14.08.10 - 12:24 Autor: Crass Spektakel
Kein Oracle: DB2

Ist das von Interesse?

Schöne Woche

Constructus
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Re: Zukunft von OpenOffice nach Sun-Übernahme

Beitragvon Stephan » Mo, 16.08.2010 10:58

Ist das von Interesse?


Nein, natürlich ist es nicht von INteresse was Hersteller X bei Betriebssystem Y tut oder was irgendwelche Leute sich in ihren KOmmentaren dazu aus den Fingern saugen.

Dieses Forum hier ist ein Anwender-Forum zum Programm OpenOffice.org!


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